Robert Downey Jr.

Viele Hürden hat Robert Downey Jr. überwunden: Drogen, Gefängnis, Entzug – jetzt geht seine Karriere steil bergauf.

 

Robert Downey Jr.

Geburtsdatum: 04.04.1965
Geburtsort:
New York City, New York, USA

Auszeichnungen: Golden Globe (2010, 2001 1994), MTV Movie Awards (2013, 2015), Britannia Award (2014), BAFTA (1993), Saturn Award (2014, 2009, 1994), COFCA Award (2009), u.a.

Bekannteste Filme:
Chaplin (1992),
Wonder Boys (2000),
Kiss Kiss Bang Bang (2005),
Zodiac – Die Spur des Killers (2007),
Iron Man 1-3 (2008, 2010, 2013),
Sherlock Holmes 1-2 (2009),
Stichtag – Schluss mit gemütlich (2010),
The Avengers 1-2 (2012, 2015),
The First Avenger: Civil War (2015),
Spider-Man: Homecoming (2017)

Robert Downey Jr. zählte zu den Schauspieltalenten der 80er Jahre, die man als das "Brat Pack" bezeichnete. Doch mit dem Erfolg kam bei ihm der Absturz. Als Wink des Schicksals könnte man heute seinen Auftritt 1987 in der Bret-Easton-Ellis-Verfilmung "Unter Null" verstehen: Downey Jr. spielte einen heroinsüchtigen Millionärssohn. Eine Rolle die er später am eigenen Leib durchlebte: Kokain, Razzien in Hotelzimmer, eine Waffe auf dem Beifahrersitz und schlussendlich Knast. Heute ist der 52jährige nach eigenen Angaben clean. Trotzdem stecken Produzenten bei jedem neuen Filmprojekt mit ihm riesige Geldsummen in Versicherungen, weil sie befürchten dass Downey Jr. einen Rückfall erleidet und beim Dreh ausfällt. Scheinbar glaubt Hollywood noch nicht an die volle Genesung, obwohl Downey Jr. in den letzten Jahren mit seinem schauspielerischen Talent und nicht mit Drogenexessen Schlagzeilen machte.

Downey Jr. stand aber auch schon früh unter dem Druck der Öffentlichkeit. Mit gerade mal fünf Jahren hatte der Sohn eines Underground-Regisseurs einen Auftritt in dessen Film "Pound". Er spielte ein Hundebaby! Vielleicht war damals schon sein komödiantisches Talent abzusehen, welches er dann auch im Alter von 20 Jahren in der erfolgreichen US-Fernsehserie "Saturday Night Live" unter Beweis stellte. Sein größter schauspielerischer Erfolg war zweifellos die Darstellung des Stummfilmkomödianten Charlie Chaplin in Sir Richard Attenboroughs Drama "Chaplin" 1992. Downey Jr. bekam eine Oscar-Nominierung und konnte einen British Academy Film Award für sich verbuchen.

Es folgten mehrere beeindruckende Rollen in denen er immer wieder sein Talent für extreme Charaktere bewies. 1994 spielte er in "Natural Born Killers" in grandioser Manier einen zynischen TV-Reporter. 2000 mimte er neben Michael Douglas und Tobey Maguire in Curtis Hansons "Wonder Boys" einen bisexuellen Literaturagenten und tauchte neben Steve Martin und Eddie Murphy in dem Komödienhit "Bowfinger" auf. Sein Primetime-TV-Debüt gab er 2001 in der Fox-TV-Serie "Ally McBeal" als Anwalt Larry Paul. Dafür erhielt er seinen ersten Golden Globe, einen Screen Actors Guild Award und eine Emmy-Nominierung. Der exzentrische Schauspieler wurde allerdings bereits bei den Dreharbeiten wegen wiederholten Drogenkonsums zu einer Haftstrafe verurteilt und die TV-Produzenten trennten sich von Downey Jr.

Zu seinen jüngsten Filmen zählen: "Der Richter – Recht oder Ehre" (2014), die Fortsetzung der Marvelreihen "The Avengers 2: Age of Ultorn" (2015) und "The First Avenger: Civil War" (2016) mit Chris Evans, Scarlett Johannson, und Mark Ruffalo sowie der aktuelle "Spider-Man: Homecoming" bei dem Downey Jr. als Tony Stark eine wichtige Rolle als Mentor für Spider-Man übernimmt.

Neben der Schauspielerei investiert Downey Jr. viel Energie in seine musikalische Karriere. So veröffentlichte er 2004 sein Debütalbum "The Futurist" auf Sony Classic. Wer ihn aber nicht hören, sondern sehen will, sollte sich die Marvelreihe anschauen. Downey Jr. spielt Tony Stark als knallharten Superhelden. In einem Diaolog aus dem ersten "The Avengers" Film macht Tony Stark klar, dass er mehr als nur ein Mensch in einem eisernen Anzug ist: "Captain America: Ein großer Mann in einer Rüstung. Lassen Sie sie weg, was sind sie dann? – Iron Man: Genie, Milliardär, Playboy, Philianthrop".

Im kommenden Jahr können wir uns auf den dritten Teil der "Sherlock Holmes"-Reihe freuen, wo Downey Jr. erneut sein Talent als Ermittler unter Beweis stellen kann. Zusammen mit Jude Law machen sie sich an die Lösung eines neuen Kriminalfalls. Viele freuen sich wohl am meisten Downey Jr. 2018 als Tony Stark/Iron Man in "The Avengers 3: The Infinity War" zu bewundern. Die Gefahr eines Infinity Gem ist bereits bekannt. Doch was passiert, wenn man alle besitzt? Die Avengers begegnen ihrem bislang mächtigsten Gegner Thanos, der von Josh Brolin gespielt wird.

Ryan Reynolds

Ryan Reynolds bewährt sich als einer der gefragtesten Hauptdarsteller in Hollywood. Mühelos wechselt er zwischen dramatischen, komischen und Action-Rollen – seine Filmografie bekommt dadurch eine stetig größere Bandbreite.

 

Ryan Reynolds

Geburtsdatum: 23.10.1976
Geburtsort:
Vancouver, Kanada

Auszeichnungen: Chainsaw Award (2011), People's Choice Award (2012), ShoWest Award (2011), Teen Choice Award (2010, 2005), u.a.

Bekannteste Filme:
Party Animals – … wilder geht's nicht! (2002)
Blade: Trinity (2004)
Amityville Horror – Eine wahre Geschichte (2005)
Smokin' Aces (2006)
Selbst ist die Braut (2009)
Buried – Lebend begraben (2010)
Green Lantern (2011)
Safe House (2011)
R.I.P.D. (2013)
Die Frau in Gold (2015)
Selfless – Der Fremde in dir (2015)
Deadpool (2016)
Life (2017)

Von "Komisch" bis "Ernst"

Egal ob Blockbuster oder Independent Ryan glänzt in allen Sparten. In 2015 spielte er neben Helen Mirren einen Anwalt n dem Drama "Die Frau in Gold" . Im selben Jahr übernahm er auch die Hauptrolle im Mystery-Thriller "Selfless" und kämpfte gegen skrupellose Wissenschaftler. 2016 kehrte er als Superheld auf die Kinoleinwand zurück und schlüofte in die Rolle von "Deadpool". 2014 war er in Marjane Satrapis Independent-Film "The Voices" mit Anna Kendrick, Gemma Arterton und Jacki Weaver zu sehen. 2013 spielt Reynolds in der Comicverfilmung R.I.P.D. an der Seite von Jeff Bridges.

Im Mai 2013 gab er im Animationsbereich sein Debüt als Sprecher des Guy in "Die Croods (3D)" von DreamWorks Animation. Reynolds wird auch im Sequel mitwirken, das bereits entwickelt wird. Zuvor war Reynolds in dem Universal-Pictures-Action-Thriller "Safe House" neben Denzel Washington zu sehen. Darin geht es um einen jungen CIA-Agenten (Reynolds), der einen Kriminellen (Washington) an einen sicheren Ort überführen muss, nachdem ein sicherer Unterschlupf der CIA zerstört worden ist. Der Film setzte in den USA am Startwochenende 40 Millionen Dollar um und verbuchte einen weltweiten Umsatz von insgesamt 208 Millionen Dollar.

2011 spielte Reynolds neben Jason Bateman für Universal Pictures die Hauptrolle in der Komödie "Wie ausgewechselt", die Reynolds’ Produktionsfirma Dark Trick Films co-produzierte. Im selben Jahr trat er für Warner Bros. Pictures in der DC-Comics-Verfilmung "Green Lantern" als Testpilot Hal Jordan auf, der einen mystischen grünen Ring erbt, der ihn mit übernatürlichen Kräften ausstattet.

Begeisterte Ktitiken erhielt Reynolds für seine Darstellung in dem Mystery-Thriller "Buried – Lebend begraben". Er spielt den im Irak tätigen Bauunternehmer Paul Conroy, der erwacht und feststellt dass er in einem Sarg lebendig begraben worden ist, nachdem ihn eine Gruppe Irakis überfallen hat. In der filmischen Tour de Force tritt Reynolds als einziger Schauspieler auf.

Für Walt Disney Studios Motion Pictures übernahm Reynolds 2009 eine Hauptrolle in der romantischen Komödie "Selbst ist die Braut" neben Sandra Bullock. Der Film startete auf Platz 1 der Charts und spielte weltweit 315 Millionen Dollar ein. Im selben Jahr war Reynolds als Deadpool in dem X-Men-Ableger "X-Men Origins: Wolverine" neben Hugh Jackman zu sehen. Der Film spielte weltweit 365 Millionen Dollar ein. Im selben Jahr übernahm Reynolds neben Kristen Stewart die Hauptrolle in Greg Mottolas "Adventureland" (2009). Der Film feierte seine Premiere auf dem Sundance Film Festival und wurde in der Kategorie Beste Ensemble-Leistung für den Gotham Award nominiert.

Weitere Filme: "Paper Man" und für Universal Pictures/Working Title "Vielleicht, vielleicht auch nicht", in dem er einen politischen Berater spielt, der seiner elfjährigen Tochte seine bevorstehende Scheidung und führere Beziehungen zu erklären versucht. Weitere Hauptrollen spielten Rachel Weisz, Isla Fisher, Abigail Breslin, Elizabeth Banks und Kevin Kline.

Hinzu kommen Autor/Regisseur John Augusts "The Nines", der 2007 auf dem Sundance Film Festival uraufgeführt wurde; Joe Carnahans "Smokin' Aces" für Working Title und Universal Pictures; das Remake des Horror-Klassikers "Amityville Horror – Eine wahre Geschichte", der auf Platz 1 der Kinocharts startete und weltweit 107 Millionen Dollar einspielte; und "Blade: Trinity".

Reynolds' TV-Produktionsfirma DarkFire verkaufte ihre ersten beiden Projekte an 20th Century Fox Television: die real gefilmte Komödie "Guidance" und die animierte Komödie "And Then There Was Gordon". Reynolds ist neben Allan Loeb, Jonathon Komack Martin, Tim Dowling und Steven Pearl aus ausführender Produzent beteiligt.

Neben seiner Filmarbeit sitzt Reynolds im Vorstand der Stiftung Michael J. Fox Foundation, die die Erforschung der Parkinson-Krankheit unterstützt. Im November 2007 nahm Reynolds am ING New York City Marathon teil – zu Ehren seines Vaters, der seit Langem an Parkinson leidet. Mit seinem Lauf sammelte Reynolds über 100.000 Dollar als Spende für die Stiftung.

Neben "Life" ist Ryan Reynolds in diesem Jahr noch in "The Hitman's Bodyguard" zu sehen. Die Fortsetzung von "Deadpool" folgt dann im Jahr 2018.

Andrew Garfield

Die Rolle des Spider-Man machte Andrew Garfield weltberühmt, doch der junge Schauspieler kann mehr als auf Häuser klettern.

 

Andrew Garfield

Geburtsdatum: 20.08.1983
Geburtsort: Los Angeles, USA

Auszeichnungen:
BAFTA TV Award (2008)
nominiert für den Golden Globe (2011)

Bekannteste Filme:
Boy A (2007)
Von Löwen und Lämmern (2007)
Das Kabinett des Dr. Parnassus (2009)
The Social Network (2010) Alles, was wir geben mussten (2010)
The Amazing Spider-Man (2012)

Jung, smart und talentiert

Andrew Garfield startete sein Karriere am britischen Theater. Denn obwohl er in Los Angeles geboren wurde, wuchs er in England, der Heimat seiner Mutter, auf. 2004 beendete er dort seine Schauspielausbildung an der Central School of Speech and Drama in London. Es folgten gelobte Theaterauftritte und Fernsehproduktionen. Für seine erste große Rolle als junger Exhäftling, der in "Boy A" um ein normales Leben kämpft, gewann Garfield den BAFTA TV Award.

2007 drehte er an der Seite von Robert Redford, Meryl Streep und Tom Cruise das hochkarätige Drama "Von Löwen und Lämmern". In den folgenden Jahren widmete sich Garfield wieder mehr dem Fernsehen und trat beispielsweise in der Serie "Doctor Who" auf.

2009 lernte er Heath Ledger beim Dreh von dessem letzten Film kennen. In "Das Kabinett des Dr. Parnassus" verkörpert er Anton, den Gehilfen im Wandertheater des Titelhelden. 2012 gelang Garfield schließlich der internationale Durchbruch mit der Rolle des Eduardo Saverin in "The Social Network". Seine Leistung als Facebookmitbegründer war so überzeugend, dass er für den Golden Globe nominiert wurde.

Zwei Jahre nach dieser überzeugenden Performance konnte er sich die Rolle des Spider-Man ergattern. Damit verkörperte er fortan den beliebten Superhelden und löste Tobey Maguire in der Neuauflage der Reihe ab. "The Amazing Spider-Man" verhalf Garfield nicht nur zu Weltruhm, er lernte am Set auch seine Freundin Emma Stone kennen, die die Freundin von Peter Parker spielt.

Am 17. April 2014 startete die Fortsetzung des Blockbusters "The Amazing Spider-Man 2: Rise Of Electro (3D)". Anschließend folgte, ebenfalls 2014, "99 Homes – Stadt ohne Gewissen", der in Deutschland allerdings direkt auf DVD und Blu-ray erschien.

Erst 2016 stellte er sich dann für Regisseur Mel Gibson wieder vor eine Filmkamera. Herausgekommen ist der Oscar-Kandidat "Hacksaw Ridge – Die Entscheidung".

 

Mark Wahlberg

Mark Wahlberg hat bereits eine bewegte Karriere hinter sich. Als Jugendlicher geriet er immer wieder in Konflikt mit dem Gesetz bis er sein Leben radikal änderte und erst zum Hip-Hop- und dann zum Hollywood-Star wurde.

 

Mark Wahlberg

Geburtsdatum: 05.06.1971
Geburtsort: Boston, Massachusetts, USA

Auszeichnungen: Oscar-Nominierung (2007, 2011),
Golden-Globe-Nominierung (2007, 2011),
MTV Movie Award (2013), u.a.

Bekannteste Filme:
Jim Carroll – In den Straßen von New York (1995)
Boogie Nights (1997)
Three Kings – Es ist schön König zu sein (1999)
Der Sturm (2000)
Planet der Affen (2001)
The Italian Job – Jagd auf Millionen (2003)
Departed – Unter Feinden (2006)
Max Payne (2008)
Die etwas anderen Cops (2010)
The Fighter (2010)
Ted (2012)
Pain & Gain (2013)
Transformers: Ära des Untergangs (2014)
Ted 2 (2015)
Daddy's Home – Ein Vater zu viel (2016)

Von Marky Mark zum Retter der Welt

Mark Wahlberg wurde am 5. Juni 1971 in Boston (Massachusetts, USA) geboren. Er ist nicht nur Schauspieler und Produzent, sondern war auch als Rapper erfolgreich. In seiner Jugend kam Mark Wahlberg oft mit dem Gesetz in Konflikt bis er sich eine Bühnenkarriere aufbaute. Durch seinen Bruder Donnie lernte er die Musikindustrie kennen und war kurzzeitig Mitglied der Band "New Kids on the Block". Mark Wahlberg entschied sich aber schon nach den ersten Proben gegen die Band und startete mit Hilfe seines erfolgreichen Bruders eine Karriere in der Formation "Marky Mark and the Funky Bunch". Das daraus resultierende Debütalbum "Music for the People" (1991) erreichte Platinstatus und die Single "Good Vibrations" kam auf Platz eins der US-Charts. 1992 erschien ein weiteres Album unter den Namen "You Gotta Believe". Durch die Zusammenarbeit mit dem Musiker Prince Ital Joe konnte Marky Mark auch große Erfolge in Deutschland erzielen. Ihr Album "Life in the Streets" wurde von Alex Christensen produziert und die darauf enthaltenen Singels "Happy People" und "United" wurden Eurodance-Hits. Zu dieser Zeit modelte Mark Wahlberg neben der Musik für Calvin Klein.

Ab 1994 wechselte er den Medienbereich und versuchte sich als Schauspieler zu etablieren. Sein Leinwanddebüt gab er in "Mr. Bill" an der Seite von Danny DeVito. Die erste große Rolle folgte ein Jahr später mit "Jim Carroll – In den Straßen von New York". Zusammen mit Leonardo DiCaprio mimte er einen drogenabhängigen Jugendlichen, dessen Leben aus den Fugen gerät. Ab 1996 durfte Mark Wahlberg auch Hauptrollen übernehmen. Im Thriller "Fear – Wenn Liebe Angs macht" spielte er den psychopatischen Freund von Reese Witherspoon. In "Boogie Nights" (1997) durchlebte er die späten 1970er und frühen 1980er Jahre der pornografischen Filmindustrie. Mark Wahlberg verkörpert dabei den jungen Pornodarsteller "Dirk Diggler", der zum Super-Star der Pornoszene aufstieg.

In der Actionkomödie "The Big Hit" (1998) war er ein Auftragskiller und in "Corruptor – Im Zeichen der Korruption" (1999) ein guter Polizist. An der Seite von George Clooney wirkte er 1999 im satirischen Kriegsfilm "Three Kings – Es ist schön König zu sein" mit. Gegen die Korruption kämpfte er erneut in "The Yards – Im Hinterhof der Macht" (2000). Seinen damals größten kommerziellen Erfolg erreichte er in der Rolle des Bobby Shatford in "Der Sturm". Dabei arbeitete er erneut mit George Clooney vor der Kamera.

Der nächste Erfolg schloss sich 2001 gleich an. Im Remake von "Planet der Affen" übernahm Mark Wahlberg die Hauptrolle des gestrandeten Captain Leo Davidson. Im gleichen Jahr wurde der Musikfilm "Rockstar" veröffentlicht, in dem "Marky Mark" sein Gesangstalent wieder beweisen konnte. 2003 drückte Mark Wahlberg einem weiteren Remake seinen Stempel auf. In "The Italian Job – Jagd auf Millionen" spielte er unter anderem neben dem aufkommenden Actionstar Jason Statham. Sein Action- und Dramarepertoire baute Mark Wahlberg mit "Vier Brüder" (2005) aus. In dem Film versucht er, den Tod seiner Adoptivmutter aufzuklären.

Dass er nicht nur Musik- sondern auch Sportfilme kann, bewies er erstmals 2006 in dem Sportlerdrama "Unbesiegbar – Der Traum seines Lebens", das lose auf der Biografie des Football Spielers Vince Papale beruht. 2006 erlangte Mark Wahlberg Anerkennung für sein Schauspieltalent bei den größten Filmpreisverleihungen. Für seine Darstellung eines Polizisten aus Boston in Martin Scorseses "The Departed" wurde er sowohl für den Golden Globe als auch für den Oscar nominiert. Der hochkarätig besetze Film konnte zwar vier Oscars gewinnen, Mark Wahlberg ging allerdings leer aus. In den folgenden zwei Jahren drehte er wieder einige Filme, die zumeist weniger gut bei Publikum und Kritikern ankamen. Darunter waren der Action-Thriller "Shooter" (2007), das Drama "Helden der Nacht – We Own the Night" (2007), der Thriller "The Happening" (2008) und die Videospielverfilmung "Max Payne" (2008).

2009 wirkte er in Peter Jacksons "In meinem Himmel" als Vater einer ermordeten Tochter mit. Im Jahr darauf wechselte er das Genre erneut und drehte die Komödie "Date Night – Gangster für eine Nacht". 2010 erschien außerdem die Polizeikomödie "Die etwas anderen Cops", in der Mark Wahlberg sein Image als aggressiver Bulle aus "The Departed" regelrecht parodiert. Auf Preise konnte er in dem Jahr mit seinem Boxerdrama "The Fighter" hoffen. Da er bei dem Film nicht nur Hauptdarsteller sondern auch Produzent war, wurde er gleich in mehreren Kategorien nominiert. Doch weder den Preis für den besten Film, noch den für die beste männliche Hauptrolle konnte er gewinnen. Dafür wurden aber die Nebendarsteller Christian Bale und Melissa Leo für ihre Darbietung in "The Fighter" mit dem Golden Globe und dem Oscar geehrt. 2010 bekam Mark Wahlberg dennoch eine Würdigung seiner Leistungen in Form seines eigenen Sterns auf dem Walk of Fame in Hollywood.

Im Jahr 2012 lieferte er neben dem Thriller "Contraband", den er auch produzierte, einen absoluten Überraschungshit ab. Die Komödie "Ted" von Seth MacFarlane handelt von John, dessen Teddybär lebendig wird und kein Blatt vor den Mund nimmt, was zahlreiche Kinogänger anlockte. 2013 folgten neben dem Thriller "Broken City" gleich mehrere Actionfilme wie "Pain & Gain", "2 Guns" und der Kriegsfilm "Lone Survivor". Bei Letzterem trat er erneut als Produzent auf und auch der Psychothriller "Prisoners" mit Hugh Jackman und Jake Gyllenhaal entstand mit seiner Mithilfe.

2014 bewarte er in "Transformers: Ära des Untergangs" er an der Seite der Autobots die Welt vor bösen Aliens. In 2015 war er wieder als etwas trotteliger aber liebenswerter Kumpel des sprechenden Teddybären Ted zu sehen. In "Ted 2" zeigte Wahlberg erneut seine komische Seite. Witzig ging es auch 2016 weiter. In der Komödie "Daddy's Home – Ein Vater zu viel" lieferte  er sich einen Wettstreit mit Will Ferrell um die Gunst seiner Kinder. Und nun also der Katastrophenfilm "Deepwater Horizon". Im kommenden Jahr folgen dann "Patriots Day" sowie die Fortsetzungen von "Daddy's Home" und "Transformers".

Mark Wahlberg ist seit 2001 mit dem US-amerikanischen Model Rhea Durham liiert, mit der er vier gemeinsame Kinder hat. Seit 2009 ist das Paar verheiratet. Neben der Schauspielerei und der Tätigkeit als Produzent betreibt er die "Mark Wahlberg Youth Foundation", die Geld für Förderprogramme für bedürftige Jugendliche organisiert, da er selbst als Jugendlicher Schwierigkeiten hatte.

Tom Cruise

Tom Cruise gehört zu den Top-Stars in Hollywood. "Mein Name ist so etwas wie ein Qualitätssiegel!", behauptet der Schauspieler voller Überzeugung. Der Erfolg gibt ihm recht.

 

Tom Cruise

Geburtsdatum: 03.07.1962
Geburtsort: Syracuse, New York

Auszeichnungen: Golden Globe (2000, 1997, 1990), MTV Movie Award (2004, 2001, 1997), Blockbuster Entertainment Award (2000, 1997), u.a.

Bekannteste Filme:
Top Gun (1986)
Rain Man (1988,
Geboren am 4. Juli (1989)
Mission: Impossible (1995)
Jerry Maguire – Spiel des Lebens (1996)
Minority Report (2002)
Collateral (2004)
Operation Walküre (2008)
Edge of Tomorrow (2014), Mission Impossible: Rogue Nation (2015)

 

Vom Priester zum Schauspieler

Tom Cruise wurde am 3. Juli 1962 als Thomas Cruise Mapother IV in Syracuse, New York, geboren. Er wuchs mit seinen drei Schwestern Marian, Lee Anne und Cass auf. Schon in der High School trat er als Schauspieler in Erscheinung, und nachdem er kurzzeitig die Absicht hatte, Priester zu werden, entschied sich Tom schließlich für eine weltliche Karriere. Er nahm in New York Schauspielunterricht und verdiente sich seinen Lebensunterhalt als Busschaffner und Kurier. Im Alter von 19 Jahren erhielt er seine erste kleine Rolle in Franco Zeffirellis Schnulze "Endlose Liebe", in dem Brooke Shields seine Partnerin war. Ein Jahr später deutete Tom Cruise in "Die Kadetten von Bunker Hill" bereits seine enorme Leinwandpräsenz an. In "Lockere Geschäfte" war Tom Cruise 1983 erstmals in einer auffälligen Hauptrolle zu sehen. Seine heiße Liebesszene mit Rebecca DeMornay und vor allem seine Darbietung als Rocksänger in Unterhose machten den Film zu einem Erfolg.

Durch die Bekanntschaft mit Regisseur Ridley Scott, unter dem Tom Cruise in "Legende" spielte, wurde er 1986 von dessen Bruder Tony Scott für den Kassenknüller "Top Gun – Sie fürchten weder Tod noch Teufel" verpflichtet. Die Rolle des draufgängerischen Jetpiloten Maverick bescherte ihm den internationalen Durchbruch und prägte sein Image nachhaltig – bis heute. Die Zeiten nach "Top Gun" waren für Tom Cruise Lehrjahre. Er spielte neben großen Darstellern und arbeitete mit renommierten Regisseuren. Zunächst drehte er 1986 mit Paul Newman und unter der Regie von Martin Scorsese das Billard-Drama "Die Farbe des Geldes". 1988 folgte das Oscar-prämierte Erfolgs-Film "Rain Man", das ihn mit Dustin Hoffman und Barry Levinson zusammenführte. Aber Tom Cruise lernte in dieser Zeit auch, was es heißt, ein hochgejubelter Star zu sein, der für einen schwachen Film verrissen wird: So geschehen mit seinem '87er-Movie "Cocktail". Doch die positive Resonanz überwog.

Für seine sensible Studie des querschnittgelähmten Vietnam-Veteranen Ron Kovic in Oliver Stones "Geboren am 4. Juli" erhielt er 1989 dagegen den Golden Globe, den People's Choice Award, und er wurde für den Oscar nominiert. Kurz vor Drehbeginn zu "Interview mit einem Vampir" kürte das Chicago Film Festival Tom Cruise 1994 zum Schauspieler des Jahrzehnts. Mit Hauptrollen in "Mission: Impossible" (1996) und "Jerry Maguire" (1996) wurde er zu den bestverdienensten Schauspielern Hollywoods. Auch hinter den Kulissen ist Tom Cruise aktiv. Bei "Tage des Donners" (1990) schrieb er am Drehbuch mit. Mit der Inszenierung der halbstündigen Episode "The Frightening Frammis" gab er sein Regiedebüt für die Showtime-Serie "Fallen Angels".

Bei "Mission: Impossible" und bei The Last Samurai übernahm Cruise sogar die aufreibende Doppelbelastung als Hauptdarsteller und Produzent. Tom Cruise war bis vor kurzem mit der australischen Schauspielerin Nicole Kidman verheiratet, mit der er zwei Kinder adoptierte. Mit dem Moulin Rouge-Star stand Tom Crusie zuletzt gemeinsam in Stanley Kubricks letztem Werk "Eyes Wide Shut" vor der Kamera. Seit den Dreharbeiten zu "Vanilla Sky" traf sich der bekennende Scientologe mit der spanischen Schauspielerin Penélope Cruz. Später war Tom mit Schauspielkollegin Katie Holmes verheiratet, mit der er eine gemeinsame Tochter hat. Die Ehe hielt nur bis 2012. Auch neben seinen Frauen und Film-Projekten nimmt Cruise sich genug Zeit für seine Kinder, Wohltätigkeitsaktionen, Tauchen, Fallschirmspringen und sein Flugzeug fliegen. Und da Cruise – trotz TV-Patzer – immer noch gute Rollenangebote bekommt, könnten wir ihn 2012 mit der Musicalkomödie "Rock of Ages" und als "Jack Reacher" in den deutschen Kinos sehen. 2013 folgte das Science-Fiction Spektakel "Oblivion" und 2014 begab sich Tom Cruise erneut in fantastische Welten, als er in "Edge of Tomorrow" die Erde retten wollte.

Nach "Mission: Impossible – Rogue Nation" im letzten Jahr ist nun in "Jack Reacher: Kein Weg zurück" wieder als ultra-cooler Ex-Agent unterwegs. Und auch seine nächsten Projekte stehen schon fest. So ist er er demnächst in "Mission: Impossible 6", "Top Gun 2" und "American Made" zu sehen.

Michael Fassbender

"X-Men: Erste Entscheidung" machte ihn weltberühmt, doch Michael Fassbender hat schon vorher bewiesen, dass er zu den talentiertesten Darstellern gehört.

 

Michael Fassbender

Geburtsdatum: 02.04.1977
Geburtsort: Heidelberg, Deutschland

Auszeichnungen: British Independent Film Award (2008), Screen Actors Guild Award (2010), Darstellerpreis der Internationalen Filmfestspiele in Vendig (2011), u.a.

Bekannteste Filme:
300 (2006)
Hunger (2008)
Inglourious Basterds (2009)
X-Men: Erste Entscheidung (2011)
Eine dunkle Begierde (2011)
Shame (2011)
Prometheus – Dunkle Zeichen (2012)
12 Years a Slave (2013)
X-Men: Zukunft ist Vergangenheit (2014)
Macbeth (2015)
Steve Jobs (2015)

Irischer Schauspieler mit deutschen Wurzeln

Michael Fassbender wurde im deutschen Heidelberg geboren. Allerdings zog seine Familie nur zwei Jahre später in die Heimat seiner irischen Mutter. So wuchs Michael in Killarney auf, spricht aber immer noch deutsch. Er studierte Schauspiel am renommierten Drama Centre London. Seine erste beachtete Rolle erhielt Michael Fassbender in der TV-Miniserie "Band of Brothers". Danach spielte er vermehrt am Theater, wo er auch die Bühnenversion von Quentin Tarantinos "Reservoir Dogs" mitinitiierte. Kleinere Auftritte in Fernsehserien und ein Hörspiel im Radio rundeten seine Medienerfahrungen ab.

2006 konnte er erstmals eine Rolle in einem weltweit erfolgreichen Film ergattern. Fassbender mimte Stelios in Zack Snyders Kultfilm "300". Im selben Jahr drehte er "Angel – Ein Leben wie im Traum". 2008 schafft er den Durchbruch mit seiner gefeierten Darstellung in "Hunger". Für seine Rolle als IRA-Gefangener, der in den Hungerstreik tritt, verlor der Schauspieler 15 Kilo und magerte sichtlich ab.

Mit dem weltweit erfolgreichen Tarantino Film "Inglourious Basterds" könnte Fassbender 2009 erneut Werbung für sich machen. Er übernahm die Rolle des britischen Offiziers Archie Hicox. Das Sozialdrama "Fish Tank" war sein zweites Werk in diesem Jahr. 2010 engagierte Hollywood ihn gleich in drei Filmen, die jedoch an den Kinokassen wenig erfolgreich waren.

Seiner Karriere hat dies jedoch nicht geschadet: 2011 wurde er zum internationalen Star. In diesem Jahr wirkte er in gleich fünf Filmen mit. Darunter waren der starbesetze Actionfilm "Haywire", die gelobte Romanverfilmung "Jane Eyre" und David Cronenbergs "Eine dunkle Begierde". Etliche Preise und eine Golden Globe Nominierung erhielt er für "Shame", bei dem er erneut mit Steve McQueen ("Hunger") zusammen arbeitete. Den internationalen Erfolg erlangte er allerdings 2011 mit "X-Men: Erste Entscheidung". Er spielte den jungen Magneto in dem Prequel der beliebten Filmreihe.

Danach arbeitete Fassbender an deutlich weniger Produktionen pro Jahr. 2012 verkörperte er lediglich den Androiden David in Ridley Scotts Alien-Prequel "Prometheus – Dunkle Zeichen". 2013 übernahm Fassbender die Hauptrolle im starbesetzen Thriller "The Counselor" und arbeitete so wieder mit Ridley Scott zusammen. Außerdem wirkte er zum dritten Mal an einem Drama von Steve McQueen mit: Für seine Darstellung des brutalen Sklaventreibers Edwin Epps in "12 Years a Slave" wurde er sogar für den Oscar nominiert. 2014 schlüpft er erneut in die Rolle des jungen Magneto in "X-Men: Zukunft ist Vergangenheit". Er hat bereits bestätigt, dass er in naher Zukunft die Hauptrolle in der Spieleverfilmung "Assassin's Creed" übernehmen wird.

Auch 2015 stand Michael Fassbender wieder fleißig vor der Kamera und spielte sich durch alle Genres. Egal ob im Western "Slow West", in der abgefahrenen Komödie "Frank", im klassischen Shakespeare-Stück "Macbeth" oder als Technik-Visionär "Steve Jobs", er machte immer eine gute Figur.

2016 kehrte er in "X-Men: Apocalypse" als Magneto zurück auf die Leinwand und in dem Drama "The Light Between Oceans" stellt Fassbender seine schauspielerische Vielseitigkeit erneut unter Beweis. Im Januar 2017 ist er dann in der Games-Verfilmung "Assassin's Creed" zu sehen.

Michael Fassbender betreibt eine eigene Produktionsfirma. Für seine Rollen pendelt er zwischen seinem Wohnort London und L.A. hin und her. Er ist bekennender Formel 1 Fan und konnte seinen Lieblingsfahrer Michael Schumacher sogar schon einmal persönlich kennen lernen.

Shailene Woodley

Die junge Schauspielerin war bereits für den Golden Globe nominiert und wirkt jetzt bei verschiedenen Jugendbuchverfilmungen mit.

 

Shailene Woodley

Geburtsdatum: 15.11.1991
Geburtsort: Simi Valley, Kalifornien, USA

Auszeichnungen: Hollywood Spotlight Award (2012), Golden Globe Nominierung (2012), MTV Movie Award (2012, 2014), u.a.

Bekannteste Filme:
The Descendants – Familie und andere Angelegenheiten (2011)
Die Bestimmung – Divergent (2014)
Das Schicksal ist ein mieser Verräter (2014)
Die Bestimmung – Insurgent (2015)
Die Bestimmung – Allegiant (2016)

Shooting Star

Shailene Woodley began schon mit fünf Jahren vor der Kamera zu arbeiten. Als Teenager bekam sie einzelne kleine Rollen in Fernsehserien wie "O.C. California", "CSI: NY" oder "Crossing Jordan – Pathologin mit Profil". Den nationalen Durchbruch schaffte sie in Amerika mit der Fernsehserie "The Secret Life of the American Teenager". 2008-2013 verkörperte sie Amy Juergens, die bereits mit 15 schwanger wird und deshalb mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen hat.

Ihr Durchbruch im Kino gelang Woodley 2011 mit dem oscarprämierten Film "The Descendants – Familie und andere Angelegenheiten". An der Seite von George Clooney mimte sie dessen rebellische Tochter Alexandra King. Für ihre Darstellung wurde sie u.a. mit einer Golden Globe Nominierung bedacht.

2013 sah man sie in "The Spectacular Now". Woodley verkörperte die introvertierte Aimee Finicky, die sich in den Partylöwen Sutter Keely verliebt. Obwohl die beiden so unterschiedlich sind, kommen sie sich schließlich näher. Bei den Kritikern fand das Zusammenspiel der beiden viel positive Resonanz.

Der weltweite Durchbruch gelang ihr schließlich 2014 in der Buchverfilmung "Die Bestimmung – Divergent". Sie bekam die Hauptrolle des Films und wurde als Tris zur schlagfertigen Teenie-Heldin. Da die Romanvorlage von Veronica Roth zwei Fortsetzungen zu "Die Bestimmung" bereithält, wird Woodley auch in den kommenden Jahren weiter als Tris gegen das System.

Eigentlich hätte Shailene Woodley 2014 in einem weiteren Blockbuster zu sehen seien sollen. In "The Amazing Spider-Man: Rise Of Electro" verkörperte sie die Rolle der Mary Jane Watson. Ihre ohnehin schon kurzen Szenen, wurden jedoch komplett aus dem Film herausgeschnitten. In diesem Jahr tritt Woodley aber noch in einer weiteren Buchverfilmung auf.

In "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" mimt sie die schwer kranke Hazel Grace. Die Romanvorlage stammt aus der Feder von John Green und ist ebenso ein Bestseller wie "Die Bestimmung". Außerdem arbeitet Woodley hierbei erneut mit ihrem Schauspielkollegen Ansel Elgort zusammen. In "Die Bestimmung" war er noch ihr Bruder, in "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" spielt er ihren ebenfalls schwer kranken Freund Gus.

Ein Wiedersehen gab es für die beiden bei den Fortsetzungen zur Jugendbuchreihe. Mit "Die Bestimmung – Insurgent" und "Die Bestimmung – Allegiant" sind sie wieder als Caleb und Tris zu sehen.

Will Smith

Was für eine Karriere: Erst feierte Will als Rapper "Fresh Prince" Erfolge, dann machte er als "Prinz von Bel Air" das Fernsehen unsicher und mittlerweile gehört er als "Man in Black" zur Hollywood-Elite.

 

Will Smith

Geburtsdatum: 25.09.1968
Geburtsort:
Philadelphia, Pennsylvania, USA

Auszeichnungen:
ASCAP Award (2000, 1998, 1994), Blockbuster Entertainment Award (1999, 1998, 1997), MTV Movie Award (2002, 1998, 1997), Blimp Award (2006, 2005, 2000, 1998, 1991) u.a.

Bekannteste Filme:
Der Prinz von Bel-Air (TV-Serie, 1989-1996)
Bad Boys – Harte Jungs (1995)
Independence Day (1996)
Men In Black (1996)
Staatsfeind Nr. 1 (1998)
Ali (2001)
I, Robot (2004)
Hitch – Der Date Doktor (2005)
I Am Legend (2007)
Hancock (2008)
Man in Black III (2012)
Focus (2015)
Erschütternde Wahrheit (2015)

Der Prinz von Hollywood

Will Smiths Showbiz-Karriere begann 1986: Gemeinsam mit Jeff Townes gründete er das Rap-Duo DJ Jazzy Jeff And The Fresh Prince. Bereits das erste Album der beiden – "Rock The House" – hatte mit "Girls Ain't Nothing But Trouble" eine Hit-Single. Zwei Jahre später starteten Smith und Townes richtig durch: Für "He's The DJ, I'm The Rapper" kassierten sie den Grammy für den Besten Rap-Auftritt sowie die American Music Awards für die Beste Rap-Single und das Beste Rap-Album. Zwei weitere Grammy-Nominierungen folgten, bevor das Duo 1991 sein viertes Album "Homebase" vorlegte, aus dem der Welthit "Summertime" ausgekoppelt und mit dem Grammy sowie dem American Music Award als Beste Rap-Single des Jahres ausgezeichnet wurde. Von Smiths Bühnenpräsenz und seinem frechen Mundwerk angetan, bot ihm kein Geringerer als Produzent Quincy Jones die Titelrolle in der TV-Serie "The Fresh Prince Of Bel Air" an ("Der Prinz von Bel Air"). Der Part wurde Smith geradezu auf den Leib geschrieben, und die Serie entwickelte sich zu einer der erfolgreichsten Sit-Coms im US-Fernsehen.

Seit der Erstausstrahlung 1989 wurden sechs weitere Staffeln gedreht, in deren Verlauf Smith auch für einen Golden Globe nominiert wurde. 1995 stieg Smith dann aus, um sich verstärkt auf seine Kinokarriere zu konzentrieren. Nach seinem Leinwanddebüt in dem Jugendlichen-Drama "Straßenkinder" sorgte Will Smith vor allem in dem Oscar-nominierten Film "Six Degrees Of Separation" für Aufsehen, in dem er (Achtung: Imagebruch!) einen Homosexuellen darstellte. Neben Whoopi Goldberg und Ted Danson war er zuvor in der Komödie "Made In America" zu sehen gewesen. Nach dem Durchbruch mit "Bad Boys – Harte Jungs" übernahm Smith die Rolle des heldenhaften und – wie immer – äußerst coolen Airforce-Piloten Steven Hiller in dem globalen Mega-Erfolgsfilm "Independence Day", was seinen Marktwert noch einmal beträchtlich steigerte. Spätestens nach "Men In Black" und dem Thriller "Staatsfeind Nr.1" gehört er nun zu den heiß begehrtesten Schauspielern in Hollywood.

Ins neue Jahrtausend startete Will an der Seite von Oscar-Preisträger Matt Damon mit dem Drama "Die Legende von Bagger Vance". Kurz darauf verkörperte er für die Verfilmung von Muhammed Alis Karriere keine Geringeren als den Champ persönlich. Will hat sich nicht nur 15 Kg Muskelmasse und Alis Boxstil antrainiert, sondern auch den unverkennbaren Sprachrhythmus, mit dem er seine Gegner schon vor dem Kampf in Grund und Boden geredet hat. Nicht zuletzt diese Leistung brachte Will Smith eine Oscar-Nominierung ein. 2002 und 2003 war ihm mit den Fortsetzungen von "Men in Black" und "Bad Boys" der Erfolg im Kino sicher. 2004 konnte man ihn als Cop in dem Sci-Fi-Thriller "I, Robot" bewundern und in der amerikanischen original Version von "Grosse Haie – Kleine Fische" seine Stimme hören. 2005 brachte er als "Hitch – Der Date Doktor" alle zum Lachen und 2007 konnte man ihn gemeinsam mit seinem Sohn Jaden Smith als Vater und Sohn in "Das Streben nach Glück" bewundern. Danach kämpfte er sich in dem Science-Fiction-Abenteuer "I Am Legend" als einziger Überlebender durch die Ruinen von New York City. 2008 schlüpfte er in die Rolle von "Hancock", dem etwas anderen Superhelden. Im selben Jahr erschien das von den Kritikern gelobte Drama "Sieben Leben", in welchem Will Smith die Hauptrolle des Tim Thomas spielt.

2012 erschien der von Fans lang herbeigesehnte dritte Teil der Science-Fiction-Reihe "Men in Black". 2013 war er wieder einmal gemeinsam mit seinem Sohn in dem Science Fiction-Streifen "After Earth" zu sehen. 2014 spielte er den Teufel höchstpersönlich in "Winter's Tale". Als Ganove ging er mit Margot Robbie in "Focus" 2015 auf Beutezug. Ebenfalls 2015 kommt "Erschütternde Wahrheit" ins Kino. Ein Film über eine wahre David-gegen-Goliath-Geschichte: Ein Facharzt für forensische Neuropathologie entdeckt als Erster bei einem Profi-Sportler das Phänomen der CTE – ein durch Sport verursachtes Hirntrauma. Eine preisverdächtige Rolle.

Tim Roth

Tim Roth schaffte den Sprung von London nach Hollywood und gehört spätestens seit "Reservoir Dogs" zu den ganz großen Namen in der Traumfabrik.

 

Tim Roth

Geburtsdatum: 14.05.1961
Geburtsort:

London, England

Auszeichnungen: BAFTA Film Award (1996), C.I.C.A.E. Award (1999), European Discovery of the Year (1999), Evening Standard British Film Award (1985), u.a.

Bekannteste Filme:
Die Profi-Killer (1984)
Reservoir Dogs (1992)
Pulp Fiction (1994)
Rob Roy (1995)
Planet der Affen (2001)
Der unglaubliche Hulk (2008)
Broken (2012)
Grace of Monaco (2014)
Selma (2014)
The Hatful 8 (2015)

Made in Britain

Bereits 1983 sorgte der am 14. Mai 1961 in London geborene Roth als jugendlicher Skinhead in Alan Clarkes Kultfilm "Made in Britain" erstmals für Aufsehen; ein Auftritt, der ihn im Folgejahr unter der Regie von Stephen Frears einen Auftritt an der Seite von John Hurt in "Die Profi-Killer" verschaffte. Regieprofis pflastern auch Roths weiteren Weg nach Hollywood. Noch vor seinem Umzug 1990 nach L.A. drehte er mit Robert Altman "Vincent & Theo" (1989) und Peter Greenaway "Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber" (1989).

1991 wurde er von Regiedebütant Quentin Tarantino für "Reservoir Dogs" und damit für das internationale Kino entdeckt. Für seine Darstellung in "Rob Roy" wurde er 1995 für den Oscar in der Kategorie Beste männliche Nebenrolle nominiert. Es folgten weitere Arbeiten mit Tarantino "Pulp Fiction (1994) und "Four Rooms" (1995) und schließlich auch weitere Regiegrößen wie Woody Allen mit "Alle sagen: I love you" (1997), Guiseppe Tornatore "Die Legende vom Ozeanpianisten" (1999), Wim Wenders "The Million Dollar Hotel" (2000), Werner Herzog "Unbesiegbar – Der Traum seines Lebens" (2001), Tim Burton "Planet der Affen" (2001), Michael Haneke "Funny Games U.S." (2007) und Francis Ford Coppola "Jugend ohne Jugend" (2007).

Zwischen 2009 und 2011 feierte Roth zudem als TV-Ermittler mit "Lie to Me" große Erfolge. Der Vater dreier Söhne hat 2013 die Jury des "Un Certain Regard" in Cannes geleitet und ist 2014 an der Seite von Nicole Kidman als Rainier III. in Olivier Dahans "Grace of Monaco" zu sehen sein.

Dass er sich durch alle Genres spielen kann, beweist Tim Roth auch mit seiner Rolle in "Selma". Das Geschichtsdrama über die Protestmärsche von Martin Luther King war ein Kritikerliebling und erielt den Oscar für den besten Filmsong. 2016 geht es für Tim Roth vom Geschichtsdrama noch weiter zurück in die Vergangenheit: in den wilden Westen. Für "The Hateful 8" stand er neben Samuel L. Jackson und Kurt Russell erneut für Kultregisseur Quentin Tarantino vor der Kamera.

Brad Pitt

Brad Pitt ist nicht nur einer der beliebtesten und bekanntesten Schauspieler unserer Zeit, sondern mit seiner Produktionsfirma Plan B Productions auch als Filmproduzent höchst erfolgreich.

 

Brad Pitt

Geburtsdatum: 18.12.1963
Geburtsort:
Shawnee, Oklahoma, USA

Auszeichnungen:
Oscar (2014), Golden Globe (1996), AFI Award (2x 2012), Saturn Award (1996), BSFC Award (2011), Critics Choice Award (2010), MTV Movie Award (2006, 1996, 1995), u.a.

Bekannteste Filme:
Interview mit einem Vampir (1994)
Sieben (1995)
12 Monkeys (1995)
Fight Club (1999)
Ocean's Eleven (2001)
Troja (2004)
Mr. & Mrs. Smith (2005)
Der seltsame Fall des Benjamin Button (2008)
Inglourious Basterds (2009)
Die Kunst zu gewinnen – Moneyball (2011)
12 Years a Slave (2013)
Herz aus Stahl (2014)
The Big Short (2016)

Nicht nur als Schauspieler erfolgreich

Einem großen Publikum wurde Pitt erstmals mit seiner Rolle in Ridley Scotts Oscar-prämiertem Drama "Thelma & Louise" (1991) bekannt. Es folgten Hauptrollen in Robert Redfords Oscar-Gewinnerfilm "Aus der Mitte entspringt ein Fluss" (1992), in Dominic Senas "Kalifornia" (1993) und in Tony Scotts "True Romance" (1993). Auch seine Auftritte in David Finchers Filmen "Sieben" (1995) und "Fight Club" (1999) brachten ihm viel Kritikerlob ein. Zu seinen weiteren Filmen gehören Doug Limans "Mr. & Mrs. Smith" (2005), eine der erfolgreichsten Produktionen des Jahres 2005, und Guy Ritchies "Snatch – Schweine und Diamanten" (2000).

Pitts Rollen in David Finchers "Der seltsame Fall des Benjamin Button" (2008) und in Terry Gilliams "12 Monkeys" (1995) wurden sogar mit Oscar-Nominierungen bedacht. Für "12 Monkeys" gewann Pitt einen Golden Globe; darüber hinaus war er für Edward Zwicks "Legenden der Leidenschaft" (1994) und Alejandro González Iñárritus "Babel" (2006) für weitere Golden Globe Awards nominiert.

Brad Pitt ist nicht nur vor der Kamera aktiv, sondern hat auch eine eigene, erfolgreiche Produktionsfirma. Plan B Entertainment entwickelt und produziert Filme für das Kino und für das Fernsehen; zu den bisherigen Plan-B-Produktionen gehören Martin Scorseses "Departed – Unter Feinden" (2006), Michael Winterbottoms "Ein mutiger Weg" (2007), Robert Schwentkes "Die Frau des Zeitreisenden" (2009), Rebecca Millers "Pippa Lee" (2009), Tim Burtons "Charlie und die Schokoladenfabrik" (2005), Ryan Murphys "Krass!" (2006), Wolfgang Petersens "Troja" (2004), Ryan Murphys "Eat Pray Love" (2010), Mike Whites "Year of The Dog" (2007), Matthew Vaughns "Kick-Ass" (2010), "12 Years A Slave (2013)", "By the Sea" (2015) und "The Big Short" (2016).

2009 war Pitt in Quentin Tarantinos "Inglourious Basterds" (2009) in der Rolle des Lieutenant Aldo Raine und in Joel und Ethan Coens Comedythriller "Burn After Reading – Wer verbrennt sich hier die Finger?" (2009) zu sehen. An der Seite von George Clooney, seinem Ko-Star in "Burn After Reading" trat er auch in Steven Soderberghs Erfolgsfilmen "Ocean’s Eleven" (2001), "Ocean’s Twelve" (2004) und "Ocean’s Thirteen" (2007) auf.

2011 spielte Pitt in Terrence Malicks "The Tree of Life" (2011) und in Bennett Millers "Die Kunst zu gewinnen – Moneyball" (2011), die er ebenfalls produzierte – für sein nuancenreiches Spiel in diesen Filmen gewann Pitt den New York Film Critics Circle Award und den National Society of Film Critics Award. Für seinen Part in "Moneyball" gab es außerdem Nominierungen für einen Screen Actors Guild Award, einen Golden Globe Award, einen BAFTA Award und einen Oscar". "Moneyball" war, ebenso wie "Tree of Life" für einen Oscar als Bester Film nominiert; "Tree of Life" gewann zudem beim Filmfestival von Cannes die Goldene Palme.

2012 arbeitete Pitt für "Killing them Softly" mit Regisseur Andrew Dominik zusammen; als Produzent und Hauptdarsteller war Pitt bereits an "Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford (2007) beteiligt, für den er als Bester Schauspieler beim Filmfestival von Venedig geehrt wurde. Neben "World War Z" gehören eine Nebenrolle in Ridley Scotts "The Counselor" (2013) nach Cormac McCarthy und ein Part in Steve McQueens "12 Years a Slave" (2013), zu Pitts aktuellen Arbeiten. "12 Years a Slave" hat er auch mit Plan B mitproduziert und dafür den Oscar erhalten.

Nach dem Erfolg von "Inglourious Basterds" kehrte Brad Pitt erst 2014 zum (Anti-)Kriegsfilm zurück. In "Herz aus Stahl" spielte er den Soldaten Don "Wardaddy" Collier, der mit seinen Kameraden für eine letzte Offensive gegen die Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg eingesetzt wird. Deutlich ruhiger ging es in seinem Film "By the Sea" zu. 2015 stand er für das künstlerische Drama von und mit seiner Frau Angelina Jolie Pitt vor der Kamera. Im neuen Jahr 2016 könnte es wieder Preise geben. Der starbesetzte Börsenfilm "The Big Short" könnte eine Chance auf einen Oscar bekommen.  

Privat ist Brad Pitt mit seiner Schauspielkollegin Angelina Jolie verheiratet, mit der er seit den Dreharbeiten zu "Mr. & Mrs. Smith" liiert ist. Das Paar hat drei leibliche und drei adoptierte Kinder.